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DIANA SHOW QUARTETT


Besetzung: Dieter Hesse (dr), Jörg Schenkel (rg), Dieter Schwarz (voc, b), Achim Mentzel (ld, mg, voc) 


Achim Mentzel erinnert sich in seinem Buch "alles Achim oder was?", daß er im Alter von 12 / 13 Jahren nach dem Fußball den Tag im "Bullenwinkel" ausklingen ließ. Man hörte Ted Herold und Peter Kraus. Kurze Zeit später kam Bill Haley, Jerry Lee Lewis und Roy Orbison dazu. Weihnachten 1959 bekam Menzel eine Wanderklampfe und er fing sofort an zu spielen. Sei erster Versuch war "Tom Dooley", mit dem er auch seinen ersten Erfolg in der Clique hatte. 1961 bekam er von seinem Vater eine Elektrogitarre. Angelockt von Schlagzeuggeräuschen, die aus einem leer stehenden Lebensmittelladen kamen, lernte er Dieter Hesse kennen - beide träumten fortan den Traum von einer eigenen Band. Gleichgesinnte probten im Jugendklub in der Fehrbelliner Strasse: Dieter Schwarz und Jörg Schenkel, beide Lehrlinge in einer privaten Rundfunk- und Fernsehwerkstatt und damit die dringend gebrauchten Elektriker. Die erste "Gesangsanlage" wurde zusammengebastelt und erste Auftritte wurden organisiert. Damals nannte man sich noch Dieter Hesse Quartett. Mit dem Einzug der Beatles und Stones wurde die Show ausgebaut und man nannte sich Diana Show Quartett. Kurze Zeit später kam mit Wolfgang Ruhl ein zusätzlicher Schlagzeuger in die Band. Hesse verließ kurze Zeit später die Band. 1965 ging auch Schenkel und spielte kurze Zeit beim Joco-Dev-Sextett. Der neue bei den Dianas hieß Alfred Ansin . Später wurde die Band zum Quintett, da mit Jörg "Speiche" Schütze ein Baßgitarrist hinzukam. Da die Dianas sowieso lieber eine Coverband der Stones sein wollten, gingen sie lieber auf Tour ins Berliner und Leipziger Umland (z.Bsp. Forsthaus Raschwitz). Dann kam der heiße Herbst 1965, die Stones gaben mit ihrem Konzert in der Berliner Waldbühne und den damit einher gehenden Krawallen den Startschuss für eine SED-Kampagne gegen die "Beatbewegung", die im 11. Plenum der SED endete und für die Masse der Gruppen das definitive Aus bedeutete. Jörg Schütze wurde auf der Bühne verhaftet und verschwand wegen "asozialem Verhalten" im Knast. Später zupfte er bei Monokel den Baß. Achim Mentzel ist dann nach einem Zwischenstop in Fritzens Dampferband (mit Nina Hagen) bekanntermaßen Schlager- und Volksmusiksänger geworden.

( Der Artikel entstand unter Verwendung des Buches "Alles Achim oder was ? von Achim Mentzel, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 1999, ISBN 3-89602-3012 )