Bandmitglieder von Lift bei einem Konzert

Lift

Lift ist eine deutschsprachige Band, die der Stilrichtung Artrock angehörte. Manche Stücke wirken verträumt und intim, andere hingegen gehen eher in die Richtung Jazzrock.


Genre: Artrock, Jazzrock, Rock


Lift

Lift ist eine deutschsprachige Band, die vor allem der Stilrichtung Artrock zugeordnet wird.

Insbesondere von 1975 bis 1980 veröffentlichte die Gruppe melodische und meist lange Artrock-Stücke – oft mit poetischen, metaphorischen Texten.

Bekannte Titel aus dieser Zeit sind die Balladen „Vom Stein“ und „Meeresfahrt“.

Manche Stücke klingen verträumt und intim, andere sind vom Jazzrock beeinflusst. Charakteristisch für Lift ist der mehrstimmige, kraftvolle Chorgesang.

Ab dem dritten Album „Spiegelbild“ (1980) prägten zudem elektronische Instrumente und rhythmusbetonte Arrangements ihren Sound.

Anfangsjahre von Lift

Die Band wurde 1973 in Dresden gegründet. Ihr erstes Konzert fand am 28. Januar 1973 statt. Anfangs spielte Lift Soul, Blues und Gospel mit Bläserbesetzung.

Gründungsmitglieder:

  • Gerhard Zachar
  • Jürgen Heinrich
  • Konrad Burkert
  • Christiane Ufholz
  • Till Patzer
  • Bernd Schlund
  • Wolfgang Scheffler
  • Manfred Nytsch
  • Karl-Matthias Pflugbeil

Noch 1973 stieß Stephan Trepte zur Band, woraufhin die Bläser die Gruppe verließen.

Keyboarder Franz Bartzsch wechselte 1974 zu Veronika Fischer & Band und wurde durch Michael Heubach ersetzt. Zur gleichen Zeit war Werther Lohse Schlagzeuger und Sänger bei Lift.

1976 kehrte Wolfgang Scheffler zurück ans Keyboard, und Henry Pacholski ersetzte Stephan Trepte, der zur Band Reform wechselte. Im Jahr 1977 erschien die erste Amiga-Langspielplatte „Lift“.

Schwerer Schicksalsschlag trifft die Band

1978 ereignete sich während einer Polen-Tournee ein schwerer Verkehrsunfall: Henry Pacholski und Gerhard Zachar kamen ums Leben, Michael Heubach wurde schwer verletzt, überlebte aber.

Die Band verarbeitete das Ereignis im Song „Am Abend mancher Tage“. Nach dem Unfall kehrte Werther Lohse als Leadsänger zurück.

Die Jahre des Erfolges sind vorbei

Zu Beginn der 1980er ließ der große Erfolg von Lift nach. 1984 kehrte Michael Heubach kurzzeitig zurück, verließ die Band jedoch bald wieder – ebenso wie Wolfgang Scheffler und Till Patzer.

Es folgte eine Neuformation mit Bodo Kommnick, Thilo Pietschmann, Frank Gursch und Holger Küste.

Nach 1990 waren die großen Charterfolge vorbei, doch Lift blieb live aktiv – oft zusammen mit Electra oder der Stern-Combo Meißen.

2011 bestand die Besetzung aus:

  • Werther Lohse
  • Bodo Kommnick
  • Ivonne Fechner
  • Jens Brüssow
  • Peter Michailow

2014 verließen Kommnick und Fechner die Band und wurden durch René Decker und André Jolig ersetzt. Seit Juni 2016 übernimmt Peter Rasym (ehemals Puhdys) den Bass von Jens Brüssow.

Diskografie

Langspielplatten

  • 1977 – Lift
  • 1979 – Meeresfahrt
  • 1981  – Spiegelbild
  • 1987 – Nach Hause

Singles

  • 1973 – Lied zu den Anden
  • 1973 – Wenn
  • 1974 – Komm doch einfach mit, Jeder Tag ist eine lange Reise, Musikanten sind in der Stadt, Doch die Wälder sind grün
  • 1975 – Soldat vom Don
  • 1977: Mein Herz soll ein Wasser sein, Roter Stein,Wasser und Wein, Jeden Abend
  • 1980: Am Abend mancher Tage / Komm heraus (Amiga)
  • 1984: Sag mir alles was du weißt / Immerfort (Amiga)

CDs

  • 1992 – Rock aus Deutschland Ost 6 – Wasser und Wein
  • 1994 – Spiegelbild, Nach Hause
  • 1995 – Best of Lift
  • 1995 – Meine Schulden
  • 1996 – Die schönsten Balladen
  • 1998/2003 – LIFT Classics
  • 1999 – Nach Süden
  • 1999 – Sachsendreier live gemeinsam mit electra und Stern-Combo Meißen)
  • 2000 – Lift
  • 2000 – Meeresfahrt
  • 2000 – Lift Unplugged
  • 2003 – Classics & unplugged
  • 2005 – Tagesreise
  • 2007 – Zweite Sachsendreier live gemeinsam mit electra und Stern-Combo Meißen
  • 2008 – Hits & Raritäten

DVD

2005 – Sachsendreier Live gemeinsam mit electra und Stern-Combo Meißen

Musik von Lift