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OstRock - Bücher
An dieser Stelle möchte ich die mir wichtig erscheinenden Bücher zum Thema "OstRock", die sich in meinem Bestand befinden, auflisten und vielleicht einen kurzen, natürlich subjektiv gefärbten Abriss geben. Neben den in der DDR erschienen Büchern, meist Lexika, hat sich vor allem der Verlag "Schwarzkopf & Schwarzkopf", Berlin, mit der Veröffentlichung von Büchern dieses Genres einen Namen gemacht.
Beat Rock Rhythm & Blues Soul: Das erste in der DDR erschienene Lexikon zum Thema Rockmusik, von H.P Hofmann, 1973#
Beat Rock Rhythm & Blues Soul: Die zweite, erweiterte Auflage zum Thema Rockmusik, H.P. Hofmann, 1976#
Beat Lexikon: Im Prinzip die dritte, erweiterte und zu einem Lexikon zusammengefasste Auflage. In den beiden vorhergehenden Auflagen waren DDR-Rock und "kapitalistischer" Rock noch getrennt, hier jetzt alphabetisch von H.P. Hofmann zusammengestellt, 1980#
Rock - Interpreten, Autoren, Sachbegriffe: Die letzte Ausgabe des nochmals überarbeiteten Beat Lexikon war wieder notwendig, da ja alle ausgereisten Künstler "wegkorrigiert" werden mussten, H.P. Hofmann, 1986#
Rock aus erster Hand: Endlich mal einer, der Ahnung hatte und wußte, wovon er sprach. Balitzki hat einfach die 1985 populärsten Rocker interviewt und Geschichten draus gemacht. Das auch hier der sozialistische Ton überwog und ausgereiste Künstler tabu waren, ist dem System geschuldet. Wie die Rocker selbst, mussten auch die Schriftsteller "ihren" Weg finden, an der Zensur vorbei zu kommen, Jürgen Balitzki, 1985#
Anatomie des Rock: Die etwas wissenschaftlich dargestellte Geschichte der Rockmusik zeigt Peter Wicke als Kenner der gesamten Szene. Qualitativ sehr hochwertig, zeigt das Buch auch die "Aneignung" der Rockmusik durch DDR-Rocker und die Entwicklung zur eigenständigen Rock-Kultur, wie sie nur in einem zugemauerten Land entstehen konnte, 1987#
PS Rockmusik: Das Büchlein an sich ist schon eine bibliografische Katastrophe, der Druck und die Bildqualität einfach erbährmlich. Warum Stefan Lasch das Ding überhaupt geschrieben hat, ist mir ein Rätsel, 1980#
Beat in der Grauzone: Michael Rauhut's Geschichte der DDR-Rockmusik 1964 - 1972 ist das Beste, was ich bisher überhaupt gelesen habe - Basisdruck, 1993, ISBN 3-86163-063-X#

Du hast den Farbfilm vergessen: Christian Hentschel sammelte hier Interviews, die er mit Detailinformationen (Diskografie, Web-Adresse) abrundet. Gespräche mit Maschine Birr, Herzberg, Mike Kilian, Toni Krahl und Fritz Puppel, Nina Hagen, Richie Barton und Uwe Haßbecker, Dirk Zöllner und und und.. - Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2000, ISBN 3-89602-317-9#

Melodie & Rhythmus Bilder aus 20 Jahren DDR-Rock: Ein gut gemachter Foto-Band mit Arbeiten von Herbert Schulze und einem Vorwort von Michael Rauhut. Für mich und alle OstRock-Fans ein Muß. - Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2001, ISBN 3-89602-374-8#

Amiga: Die Diskographie aller Rock- und Pop-Produktionen 1964 - 1990. Birgit und Michael Rauhut haben hier sicher unendlich Arbeit investiert, aber nur hier findet man längst Vergessenes. Dick, teuer aber absolute Klasse ! - Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1999, ISBN 3-89602-189-3#
30 Jahre Puhdys: Uwe Beyer hat eine komplette Puhdys-Diskographie erstellt, mit Abbildungen aller LP, Single- und CD-Cover. Wenn man es hat, gut, wenn nicht, nicht so schlimm - Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1999, ISBN 3-89602-187-7#

electra. lift. Stern Combo Meißen - Geschichten vom Sachsendreier: Jürgen Balitzki, der schon zu DDR-Zeiten viele Publikationen zum Thema schrieb, unter anderem das noch aufzuführende Buch "Rock aus erster Hand" hat hier die Geschichte der drei führenden sächsischen Bands erzählt und zusammengeführt. Ein für mich tolles Buch weil es nicht oberflächlich dahinplätschert, sondern tiefe Einblicke in den Rockeralltag der DDR mit all seinen Spielarten gibt -Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2001, ISBN 3-89602-323-3#
Tamara Danz - Legenden: Ein tolles Portrait von Tamara ! Alexander Osang hat hat versucht, das Wesen Tamara Danz zu ergründen. Viele Interviews mit verschiedenen "Zeitgenossen" und tolle Fotos runden das Buch ab - Ch. Links Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-86153-124-0#

Rocklexikon der DDR: Götz Hintze hat versucht, ein umfassendes Lexikon der DDR-Rockmusik zu erstellen. Dass dies eine schwere Aufgabe ist, kann ich wohl bestätigen. Für mich ist sein Buch ein Leitfaden. Götz Hintze und auch Jürgen Balitzki haben mich bestärkt, meine Arbeit im Netz fortzuführen und fanden die Idee gut. An dieser Stelle mein Dank an beide für ihre moralische und (an Hand ihrer Bücher) auch fachliche Unterstützung - Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1999, ISBN 3-89602-303-9#
Karat: Das erste Portrait der Band, aufgeschrieben von Caroline Gerlach 1985 - Lied der Zeit, Berlin 1985#
Karat: Das Nachwende-Portrait von Wolfgang Schumann, Henschel Verlag Berlin, 1995, ISBN 3-89487-273-3#

Zwischen Liebe und Zorn - Autobiografie: Klaus Renft hat hier seine eigene Darstellung der gesamten Renft-Geschichte niedergeschrieben. Eine komplexe Darstellung der Ereignisse aus Sicht des Betroffenen. Für mich sehr interessant, vor allem die Geschichten um die Verbote, die ersten Besetzungen und alte Fotos - Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1997, ISBN 3-89602-135-4#

Nach der Schlacht: Die Renft-Story von der Band erzählt und von Delle Kriese aufgeschrieben. Viele glaubten, es sei die "Gegendarstellung" zu Renft's Buch. Glaube ich nicht, Obiges ist eine Autobiografie der Person Renft. "Nach der Schlacht" ist die Band-Story, ein Muß für jeden Renftler !! - Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1998, ISBN 3-89602-170-2#
Mein wildes Leben mit den Puhdys: Sicher ist Harry Jeskes Outing nicht die Beste aber derzeit wohl noch einzige Bandgeschichte der Altrocker... daß die noch keiner geschrieben hat... Marktlücke ?? - Ullstein Verlag 1997, ISBN 3-548-35758 X#

Es war doch nicht das letzte mal: Lackys Geschichte hat mir zwar gefallen, aber für mich als "Datensammler" gab es leider in Punkto Besetzungen seiner Bands sehr wenig. So ein Anhang hätte nicht geschadet - selbst Veronika Fischer hat das hingekriegt - Das Neue Berlin 2000, ISBN 3-360-00923-1#
Abgehauen: Manfred Krugs Darstellung der Ereignisse um die Biermann-Ausbürgerung ist geschichtlich schon interessant und sicher so gut, daß das Buch verfilmt wurde - ECON Düsseldorf, 1996, ISBN 3-430-15723-4#
DT 64 - Das Buch zum Jugendradio: Die Geschichte einer Legende - Thom, Leipzig, 1993, ISBN 3-9803346-0-0#
Rockmusik und Politik: Eine von Peter Wicke und Lothar Müller herausgegebene Analyse dieser Zusammenhänge - Ch. Links, 1996, ISBN 3-86153-096-1#
Alles wird besser, nichts wird gut: Alte und neue Songtexte 1976-2001 von www.deutsche-texte.de
Geschlossene
Gesellschaft: Der Autor Robert
Winter zu seinem Buch: "Anfang dieses Jahres erschien nach mehrjährigen
Recherchen - und nach
vielem hin und her - mein neues Buch *Geschlossene Gesellschaft*. -- Ein ähnlich
kritisches Werk zur DDR-Rockmusik existiert bis dato nicht.
Geschlossene Gesellschaft ist ein politisches Sachbuch, welches sich
ungeschminkt und kontrovers mit dem sogenannten "Ost-Rock" auseinandersetzt.
Das Buch wurde im Grin-Verlag veröffentlicht und ist für 14.99 € über den
Verlag, aber auch über den Buchhandel oder diverse Internet-Shops (amazon,
online-shop der süddeutschen Zeitung, bilandia) zu beziehen.
Das folgende Exposé bietet einen Einblick in die Arbeit: So lange die DDR
existierte, war ihre Rockmusik Ersatz für die Musik aus dem westlichen Ausland,
die es im Arbeiter- und Bauernstaat nicht geben durfte. Eine Handvoll Gruppen (Puhdys,
Karat, City) beherrschte Hitparaden und Plattenläden, sie traten im Fernsehen
auf und wurden von
den staatlichen Musikzeitschriften hofiert. Der große Rest, der immer wieder
Repressalien wegen langer Haare, kritischer Texte oder wegen eines zu großen
Fan-Anhanges ausgesetzt war, kam im staatsoffiziellen Bild der DDR-Rockmusik
nicht vor. Dabei blieb es auch nach dem Mauerfall. Der sogenannte "Ost-Rock"
wird in den höchsten Tönen gelobt,
eine Handvoll Bands war da und blieb da, als habe es den Rest nie gegeben. Dass
und warum sich eine eigenständige Rockmusik in der DDR aber nie zu entwickeln
vermochte, bleibt so unerwähnt und unerötert. Dieses Buch schildert die wahre
Geschichte des "Ost-Rock" als ein Stück DDR-Alltag; nicht um die vom Staat
gehätschelten Stars mit den teuren
West-Anlagen und den über Beziehungen organisierten Sattelschleppern geht es,
sondern um Bands und Künstler, die Musik um der Musik willen machten. Und oft
genug dafür bezahlen mußten.