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PUHDYS
Besetzung:
Peter Meyer (keyb), Dieter "Quaster" Hertrampf ( g voc), Dieter "Maschine" Birr (g voc), Harry Jeske ( b ) - 1997, Gunther Wosylus (dr) - 1980, Klaus Scharfschwerdt (dr) - seit 1980, Peter "Bimbo" Rasym (b) - seit 1997
Die Geschichte begann 1965 in der Udo
Wedel Combo, einer Amateurgruppe. Dabei waren damals Peter Meyer (sax org),
Harry Jeske (b), Udo Jacob (dr) und Udo Wedel (g voc). Wedel steigt im Herbst
1965 aus, für ihn kommt Dieter Hertrampf. Aber ohne Wedel keine Wedel-Combo.
Ein neuer Name mußte her. Also entstanden am 1.10.1965 die: P
-eter Meyer, U -do Jacob, H -arry
Jeske, D -ieter Hertrampf, das YS
wurde angehängt. So tourten sie mit Brit Kersten, der damaligen Schlager-Königin
der DDR, und dem Schmusebarden Siegfried Valendy. 1966-1968 mußte Meyer zur
Armee. Seine Stelle wurde mit wechselnden Musikern ausgefüllt, unter anderen Reinhard Lakomy und Herbert
Dreilich.1968 verließ Hertrampf die Puhdys
aus ehekrieselnden Gründen und ging zum Teisco-Quartett. Im Mai 1969 stieg
Jacob aus, der Rest verband sich mit Beat-Ikone Henry Kotowski zum Henry
Kotowski Sextett. Doch Meyer: ”Wir passen nicht zu Cott´n. Im Oktober
1969 fanden sich fünf rockverrückte Herren in Jeskes Oranienburger Haus ein:
Meyer, Jeske, Hertampf, der brachte Gunter Wosylus vom Teisco-Quartett mit und
Dieter Birr, dem Star-Gitarristen der Evgeni-Kantschev
Gruppe. Der erste Auftritt erfolgte dann am 19.November 1969 im Freiberger
”Tivoli”. Auf Grund massiver Fan-Post an das Fernsehen der DDR, traten die Puhdys 1970 in der Sendung ”Notenbank” auf. Vorraussetzung war
jedoch, daß deutsch gesungen wurde, so kam der erste Titel ”Türen öffnen
sich zur Stadt” zustande und wurde ein Erfolg. Mit weiteren Titeln dieser Art
(”Geh dem Wind nicht aus dem Wege” oder ”Zeiten und Weiten”) in ”Deep
Purple-Art” wurden die musikalischen Vorbilder erkennbar. Die Puhdys wurden bekannt, berühmt aber wurden sie durch einen Film.
1972 komponierte Peter Gotthardt zwei Titel für den Film ”Die Legende von
Paul und Paula”, die Puhdys
spielten sie ein und im Film mit. ”Geh zu ihr” und ”Wenn ein Mensch
lebt” wurden zu Hymnen. 1974
erschien bei Amiga die erste LP.
Bis 1979 spielten die Puhdys sieben Langspielplatten ein. Für die englischsprachige LP ”Far from home” ging die Band 1979 ins legedäre Londoner Ridgefarm-Studio. Im gleichen Jahr gaben sie fünf ausverkaufte Konzerte im Friedrichstadt-Palast anläßlich ihres 10jährigen Bestehens. Die hier entstandene LP ”Puhdys live” gilt als das erste Doppel-Album der DDR. Nach dieser Tour stieg Wosylus aus persönlichen Gründen aus, Ersatz fand man im Prinzip-Trommler Klaus Scharfschwerdt. Anfang der 70er lieferten sich die Puhdys wahre Hit-Duelle mit der Gruppe Renft um den Rockerthron. Später kopierten sie sich selbst, landeten den einen oder anderen Hit, waren aber live immer ein Erlebnis. 1982 erhielt die Band den ”Nationalpreis II. Klasse”. Sie tourten in vielen Ländern der Erde und waren Devisenquelle Nr. 1 für die DDR-Oberen. Bis 1989/90 entstanden sechs weitere LP.
1984 wurde die ”Rockerrente” Hit des Jahres, die LP ”Das Buch”
Platte des Jahres und die Puhdys
sprangen im Palast der Republik für BAP ein, die ihr Konzert kurzfristig
absagten. 1989 verabschiedeten sich die Puhdys
mit einer ”Goodbye-Tour”, die am 19.11.89 im Freiberger ”Tivoli” endete.
Doch 1992 wollten es die ”Altrocker” noch mal wissen. Die Gruppe ging wieder
auf Tour und die Fans gaben ihnen Recht. In den Jahre 1990 bis heute erschienen
zehn weitere Langspielplatten. 1997 stieg Ur-Puhdy Harry Jeske aus
gesundheitlichen Gründen aus. Seinen Platz nahm Peter Rasym (ex-Stern Meißen)
ein.
Puhdys im Netz: www.puhdys.com
Veröffentlichungen: auf Cover drücken