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FRANKE-ECHO-QUINTETT
Besetzung:
Dieter
Franke (ld
ld-g b), Henry Kotowski (dr
voc-später sputniks), Bernd Frömmel
(r-g), Peter König (b), Hans
Siegismund (sax).
Ab 1965:
Dieter Franke, Werner Fried (g),
Kurt Gerlach (sax), Manfred Büchner
(dr), Jochen Gleichmann (keyb)
Die Band um Dieter Franke gründete sich 1959. Seit 1961
spielen sie unter dem Namen Franke-Echo-Quintett
gitarrenorientierte Musik im Twaggy-Sound. Den Beatgruppen jener Zeit und
speziell dem Franke-Echo-Quintett wurden außerordentliche Talente in der
Elektronikbastelei abverlangt, da Equipment zu DDR-Zeiten Mangelware war bzw.
nur aus dem Westen kam. Wie der Name schon verrät waren die Spezialität der
Gruppe ein Echo-Gerät und eine dreihälsige Gitarre. Dazu Dieter Franke:
"Für den Baßteil stand dieser satte Sound Pate, den Duane Eddy in tiefen
Lagen fabrizierte. Um die für solche Klänge nötige Mensur zu erreichen, habe
ich einen extralangen Hals angefertigt und sechs geschliffene Klaviersaiten
aufgezogen. Damals gab es noch keine Gitarrensaiten zu kaufen, die für meine
Zwecke hart und stark genug gewesen wären. In der Mitte war ein normales
Griffbrett montiert und darüber schließlich der kürzeste Hals, der besonders
fein bespannt und eine Oktave höhergestimmt war als üblich. Das hatte den
Vorteil, dass man in oberen Tonregionen spielerisch einfacher und trotzdem
ausgefeilter arbeiten konnte. Die Wirbel für diesen Teil habe ich aus alten
Mandolinen ausgebaut. Auch die Tonabnehmer waren weitgehend Marke Eigenbau. Die
Spulen habe ich selbst aus ganz dünnem Draht und mit Hilfe einer Nähmaschine
gewickelt, weil die handelsüblichen in ihren Abmaßen nicht taugten. Zum Schluß
wurde noch das Brett lackiert und ein Vibrato-Hebel angebracht, und das
Instrument war komplett."
1965 hatte die Gruppe ein festen Engagement in
Steintorvariete, Halle. Später zusammen mit den Sputniks im Twistkeller des Kulturhauses Berlin-Treptow. 1964 und
1965 konnte das Franke-Echo-Quintett einige Titel bei Amiga aufnehmen, die auf
den LP "Big-Beat I" und "Big-Beat II" zu hören waren und
wieder sind. Infolge der "Anti-Beat-Politik" der DDR-Oberen in den Spätsechzigern
war auch das Franke-Echo-Quintett gezwungen, aufzugeben.
mehr unter: www.franke-echo.de
( Der Artikel entstand unter Verwendung des Buches "Beat in der Grauzone" von Michael Rauhut, BasisDruck Verlag, 1993, ISBN 3-86163-063-X )
. Amiga (Singles)

Peter Gun, 2:35, Mancini - Ungarisches Hirtenlied, 2:00, ungarische Volksweise (450 460, 1964)
. Amiga (Titel)
In The Mood, 2:00, Garland, Melodie für Barbara, 2:40, Nehls, Round About Midnight, 3:40, Monk / Williams, Ungarisches Hirtenlied, 2:00, ungarische Volksweise, Show-Beat, 1:34, Franke, Peter Gun, 2:35, Mancini, Brasiliana, 2:20, Franke (Big Beat, 850 039, 1965), Hava Nagila, 2:05, trad., Eskimo, 2:30, Reinhardt, Peters Twist, 2:00, Nehls, Seeschloß, 2:17, Franke (Big Beat II, 850 049, 1965), In The Mood, Peter Gun, Brasiliana, Show-Beat, Seeschloß, Hava Nagilah, Round About Midnight, Eskimo, Ungarisches Hirtenlied (Die frühen Jahre.., 850 872, 1981), Brasiliana, 2:20, Franke (Single B-Seite, 450 459, 1964), Es steht ein Haus in New Orleans, trad. / Köhler / Kerber (mit Manfred Krug Single A-Seite, 450 489, 1964)