A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


BUTLERS


Besetzung: Hans Joachim Richter (1.mel-g voc), Bernd Schlund (2.mel-g voc), Bernd Reiher (g), Klaus Jentzsch (b), Hans Dieter Schmidt (dr)


1957 in Leipzig als Schülerband Klaus Renft Combo entstanden, nannte man sich seit 1962 Butlers und die Band trug entscheidend zur Entwicklung einer DDR-Beat-Szene bei. Sie begannen schon bald, Ende 1965, mit neuen Sounds jenseits der reinen Gitarrenmusik zu experimentieren, bezogen Bläser, Keyboards und die Sängerin Christiane Ufholz ein. Im Mai 1964 erhielt die Band die "Urkunde für hervorragende Leistungen bei der Vorbereitung und Durchführung des Deutschlandtreffens der Jugend in der Hauptstadt der DDR, Berlin". Im Oktober 1965 beim Bestausscheid der FDJ-Kreisleitung Leipzig "sehr gut". Ende 1965 wurden die Butlers mit einem "unbefristeten Spielverbot" durch die Abteilung Kultur belegt. "Das Auftreten dieser Kapelle steht im Widerspruch zu unseren moralischen und ethnischen Prinzipien". Nicht zuletzt brachte man Klaus Renft mit dem Leipziger "Beataufstand" 1965 in Verbindung.  Initiator dieses Verbotes war ein gewisser Werner Wolf, der später, 1973, auch beim Verbot der Bürkholz-Formation seine Finger im Spiel hatte. Die LVZ schrieb: "The Butlers unterschlugen innerhalb von sieben Monaten 10.000 Mark Steuergeld dem Staat" Jentzsch: "pure Finte".  

Fotos: oben links (v.l. Jentzsch, Richter, Reiher, Schmidt) aus "Beat in der Grauzone" von Michael Rauhut, Basisdruck Verlag 1993, oben rechts aus "Nach der Schlacht - Die Renft Story von der Band selbst erzählt", Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 1998, ISBN 3-89602-170-2


Diskografie (Amiga, Titel)

Quatermasters Stores, 02:28, trad., Troika, 01:52, Richter, Herbstlaub, 01:59, Richter, Butlers Boogie, 02:11, Richter, auf LP „Big Beat II“, Amiga 850 049, 1965

 


. Butlers auf CD

Quatermasters Stores, 02:28, trad., Troika, 01:52, Richter, Herbstlaub, 01:59, Richter, Butlers Boogie, 02:11, Richter, auf CD „Big Beat“, Amiga 74321 335822, 1996 und CD „Big Beat Vol.2“, BuschFunk BF 05682, 2005